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Märkte, Technologie und Geopolitik

Die internationalen Energiemärkte haben sich aufgrund technologischer, klimatischer, geopolitischer und wirtschaftlicher Faktoren, die einen direkten Einfluss auf die europäischen und nationalen Energiemärkte haben, komplett verändert.

Rumänien muss sich auf Zusammentreffen dieser Faktoren und die daraus resultierende Unsicherheit einstellen, die auf den internationalen Märkten unvermeidlich sein wird. In ähnlicher Weise werden geopolitische Entwicklingen selbst etablierte strategische Partnerschaften in einer Weise beeinflußen, die erhebliche Auswirkungen auf Energiesicherheit, Investitionen, Handel und Technologie hat.

Energiesicherheit ist die Fähigkeit eines Landes, die Energieversorgung seines Landes unterbrechungsfrei und zu erschwinglichen Preisen sicherzustellen. Derzeit importiert die EU rund 53% ihres Energieverbrauchs, darunter Rohöl (90%), Erdgas (66%), Kohle und verwandte feste Brennstoffe (42%) und Kernmaterialien (40%). Damit ist sie der größte Energieimporteur der Welt mit jährlichen Kosten von rund 400 Mrd. Euro. Energieabhäbgigkeit fördert die Anfälligkeit, zum Bespiel sind sechs EU Mitgliedstaaten für die Lieferung ihrer gesamten Erdgasimporte auf Russland angewiesen, und drei von ihnen verwenden Erdgas, um mehr als ein Viertel ihres gesamten Energiebedarfs zu decken.

Rumänien hat ein niedriges Energiesicherheitsrisiko als der OECD-Durchschnitt und ein deutlich niedriges als seine Nachbarn. Die gegenwärtigen internationalen Energiemärkte sind jedoch sehr volatil und technologische Fortschritte können sich negativ auf Entscheidungen über Energiequellen auswirken. Klima- und Umwelttpolitiken, die sich auf die Reduzierung von Treibhausgasen konzentrieren und auf saubere Energie abzielen, beeinflusssen auch die Verbrauchsmuster und die Investitionspolitik. Beispielweise hat ein plötzlicher Rückgang de Ölpreise aufgrund der Ölschiefproduktion erhebliche Auswirkungen auf Strom-und Erdgaspreise gehabt, was wiederum dazu geführt hat, dass konventionelle Energiezeuger weniger in strategisch wichtige Projekte investieren können. Dies hat sich auf die Rentbilität von Investitionen in erneubaren Energiequellen ausgewirkt.

Die EU ist eine wichtige Finanzierungsquelle für grüne Energieprojekte und Projekte zur Anbindung der Energiemärkte. Solche Finanzierungspakete werden häufig für Projekte gewährt, die mindestens zwei Mitgliedstaaten betreffen und von diesen entwickelt werden. Rumänien hat im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ bereits erhebliche europäische Mittel für zwei Großprojekte erhalten: (i) einen Zuschuss von 179 Mio. EUR für die erste Phase des Baus einer 528 km langen Pipeline zwischen Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich (BRUA) ), die ein wesentlicher Bestandteil der Energieversorgungssicherheit in Südost- und Mitteleuropa ist. Die Pipeline ermöglicht Europa den Zugang zu Gas aus dem Kaspischen Meer und künftig auch zu Gas aus dem Schwarzen Meer. und (ii) eine Finanzierungsvereinbarung über 19 Mio. EUR, die im November 2017 zwischen der Exekutivagentur für Innovation und Netze und der NEXT-E-Gruppe unterzeichnet wurde und der Öl- und Gasunternehmen sowie Fahrzeughersteller angehören und deren Zweck es ist, ein Netz von Stationen für Elektroautos im TEN-T zu errichten. 

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